Hallo liebe Fans,
Mein letzter Blog ist schon eine
Weile her, jetzt melde ich mich wieder mal zu Wort! Nach Mallorca
hat sich jeder Rennfahrer und auch wir als Teamleitung auf die
nächsten Rennen gefreut. Doch bald schon kam es anders als gedacht.
Die Sonne stahlte nicht wie gewohnt, damit die durchtrainierten
Beine der Renner auch endlich schön braun werden konnten.

Gute Platzierungen von Eric sollten
ihn für die harte Arbeit im Winter belohnen, dieser Wunsch wurde
jedoch nach seinem schweren Sturz in Beverbeek schnell begraben.
Also waren wir nur noch 13! Dann folgte die Murcia- Rundfahrt, wo
die Jungs auf viele Weltstars wie Armstrong und Klöden trafen.
Keiner wagte zuvor überhaupt an vordere Platzierungen zu
denken, doch da kam er, unser zweiter Sprinter Schorni und zeigte
den Großen wer Team NetApp ist! Platz 3 und 5 in Sprints konnte
sich sehen lassen. Und im Zeitfahren fuhr Timon Seubert auf Platz
elf und ließ den großen Armstrong hinter sich! Leider mußten wir
dort einen weiteren Ausfall hinnehmen, denn Huub Duyn stürzte
schwer und viel für viele Wochen aus.
So waren wir nur noch zwölf. Zur
Normandie Rundfahrt kam unser junges Team mit großem
Selbstbewusstsein und Siegeswillen. Dieser Funke sprang auch auf
uns in der Teamleitung über und wir alle wollten nun
Podiumsplatzierungen. Dann, kurz nach dem Ziel der ersten
Halbetappe - ich saß noch im Auto und suchte den Wohnwagen mit den
abgekämpften Rennern, hörte ich den Toursprecher den Namen
Schorn/NetApp sagen!!! Ich traute meinen Ohren nicht - Sieg,
was für ein Gefühl! Die Freude war natürlich riesig und die
Motivation stieg trotz des schlechten Wetters weiter.
Am nächsten Tag wurde Barta dann
Dritter und eroberte das Gelbe Trikot! Ich dachte nun kann nichts
mehr schief gehen. Doch man sollte sich eben nie zu früh freuen,
wie ihr wahrscheinlich schon alle selbst einmal erfahren
musstet. Am nächsten Tag hatten wir noch einen weiteren
Ausfall mit Nico Keinath zu verzeichnen, der nach einem schweren
Bandscheibenvorfall bis heute noch nicht wieder einsatzfähig ist
und somit zogen uns die Franzosen die Hosen aus oder besser gesagt
das Gelbe Trikot. Wir waren also nur noch 11! Und dann stürzte
Daniel noch auf der letzen Etappe und brach sich das Kahnbein der
linken Hand und da waren's nur noch 10! Das war bitter.
Mit Moral und Siegeswillen zur
Normandie gefahren - und trotz großem Erfolg gebeutelt und traurig
zurück gekehrt.
Dann standen auch bald Rund
um Köln und Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt an und wir
hatten keinen Sprinter mehr, was nun? Unsere Taktik konnte nur eine
offensive Fahrweise bedeuten, was die Mannschaft sich auch sehr zu
Herzen nahm und sich bei den Rennen den ganzen Tag vorn zeigte und
das echt stark. Ich denke, wer die TV -Übertragungen gesehen hat
kann mir nur zustimmen. Im Finale zeigte sich bei den Jungs dennoch
ihre Unerfahrenheit. Sie gingen leer aus, obwohl sie viel besser
waren, als es sich im Ergebnis wiederspiegelte.
Die Genesung der Kranken ging in
der Zeit auch voran und die Bayern Rundfahrt rückte langsam näher.
Jede Mannschaft fährt gern Rennen in Bayern - Top-Organisation,
super Hotels, gute Straßen und sogar kleine Partys für die
Teamleitung, um den Streß des Tages zu vergessen :-)
Die Bayern Rundfahrt ist HC
Kategorie und mit unserem Status als Continental Team können wir
nur in Deutschland bei dieser Kategorie starten, was also hieß,
dass wir dort auf viele große Mannschaften treffen
würden. Jetzt sollte sich zeigen, wie groß der Abstand noch
bis zur ProTour ist!
Drei Tage vor der Bayern Rundfahrt
standen noch die Neuseen Classics bei Leipzig auf dem Programm und
unser Daniel startete dort wieder und sollte zeigen, wie er nach
seiner OP drauf war. Er wurde dort gleich Sechster und wir nahmen
ihn mit zur Bayern Rundfahrt. Dort konnte er noch nicht so
einschlagen, wie wir es erhofft hatten, aber das war verständlich
nach der OP und 5 Wochen ohne Rennen. Unsere anderen Jungs zeigten
sich während der Etappen wieder sehr gut, aber zu einer
Top-Platzierung reichte es nicht. Sie stellten auch fest, dass die
Geschwindigkeiten in dieser Rennkategorie etwas höher sind. Aber
wir hatten auch wirklich Pech! Unser Zeitfahrer Timon bekam vor der
Bayern Rundfahrt Salmonellen und liegt immer noch flach. Auf der
Etappe am Donnerstag dann der Massensprint und wir hatten Großes
vor - Schorni sollte zeigen, das er wieder zurück ist. Und dann -
Schilli, der anfahren sollte, bekam 3km vor dem Ziel einen Platten
und dann stürzten noch Meenhorst und Fricke 200m vor dem Ziel -
Schorni endete auch dem 20. Platz. Freitag zeigte sich Jan Barta
wieder von seiner besten Seite, ging attackieren, schaffte es aber
nicht bis zum Ziel. Am nächsten Tag das Zeitfahren, das war eine
Enttäuschung. Wir sind noch nicht soweit! Aber wir sind ja auch ein
junges Team und wollen es langsam aufbauen!
Jetzt am Sonntag fährt Eric wieder
sein erstes Rennen und vielleicht können wir, wenn alle Verletzten
wieder zurück sind, noch einige schöne Erfolge in diesem Jahr
einfahren.
Viele Grüße
Euer Heppe
Dear fans,
My last entry has been a while ago,
now I'm piping up again! As every rider the team management
was looking forward to the next races after Mallorca. But
everything turned out different than expected. The sun wasn't
shining bright any more to tan the well-trained legs.
Eric should be rewarded with some
good results after his hard work during the wintertime. But he had
to bury his dream after his bad crash in Beverbeek. 13 riders
remaining. The Tour of Murcia followed, the riders had to compete
with world stars like Armstrong and Klöden. Nobody would have even
thought about a podium place and then our second sprinter Daniel
Schorn showed the big ones who is Team NetApp! Rank 3 and 5 were
results to be proud of. And Timon Seubert sprinted to rank eleven
in the time trial and outpaced Armstrong. Unfortunately we had to
deal with another dropping out when Huub Duyn crashed badly and had
to pause for many weeks.
12 riders were remaining. Our young
team was very self confident and had the will to win when they
started at the Tour of Normandy. The energy spread to the team
management and everybody was longing for a podium place. Then, just
after the finish of the first half-stage I was looking around for
the camper with the exhausted riders. Suddenly I heard the speaker
of the tour saying the words: Schorn/NetApp!!! I couldn't believe
my ears - we won, what a great feeling! The motivation was enhanced
even when the weather was really bad.
The next day Barta ranked third and
got the Yellow Jersey! I thought that nothing should go wrong any
more. But you never should celebrate to early, guess everyone of
you made this experience yet. The next day we had another dropping
out when Nico Keinath had an acute slipped disk and isn't able to
race till today. So the French showed us what's it about and we
lost the Yellow Jersey. 11 riders remaining. And then Daniel Schorn
crashed on the last stage and sustained a fracture of his left
scaphoid bone. 10 riders. That was hard.
We startet with morale and will to
win - and even though we had a great success we returned sad and
badly battered.
Then Rund um Köln and Rund um den
Finanzplatz Eschborn-Frankfurt were ahead and we didn't have a
sprinter any more. Our tactics could only be an aggressive way of
cycling. Our team did their very best and showed a very good
performance during the whole races. I guess the ones who have seen
the races on TV would agree! But in the finish you could notice the
inexperience of the riders. They went away empty-handed even though
they were much better than the results have shown.
The recovery of the injured riders
was progressing and the Tour of Bavaria was approaching. Every team
likes to ride races in Bavaria - top organisation, great
accomodation and even little parties for the team management to
forget the stress of the day :-)
The Tour of Bavaria is categorized
as HC and as a Continental team we are only allowed to compete in
HC races in Germany. So we were going to meet some first class
teams there. The difference between our team and the ones from the
ProTour would become evident.
Three days before the Tour of
Bavaria we competed at the Neuseen Classics near Leizpzig and our
Daniel had his first race after his injury. We wanted to check out
how his form would be after the surgery. He ranked sixth and we
took him to the Tour of Bavaria. He wasn't able to reach the
results we hoped for in Bavaria but I guess that's normal after a
surgery and five weeks without races. The other riders showed a
good performance on the stages but it wasn't enough for a podium
place. They had to admitt that the speed in a HC category is a
little higher. But we had really bad luck! Our rider for the time
trial Timon got salmonellae right before the Tour of Bavaria and is
still sick. On Thursday's stage there has been a bunch sprint and
we had great plans - Schorni should show that he's back. Schilli
should ride him into position and got a defect 3 km to the finish
and then Meenhorst and Fricke crashed - what a disappointment,
Schorni ended up on rank 20. Jan Barta was on his best behavior on
Friday, attacking all the time but he couldn't keep up till the
finish. The time trial took place on the next day and it showed: we
haven't yet reached that point. But our team is still so young and
we want to develop slowly!
On this Sunday (6 June) Eric is
going to compete at his first race. Maybe we are able to reach some
more good results this season when all injured riders will be fully
recovered.
Yours Heppe